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Forschung in der Heileurythmie/Eurythmietherapie

In zahlreichen Zusammenhängen und zu unterschiedlichen Themen betonte Rudolf Steiner, wie wichtig es für die geisteswissenschaftlich gewonnenen Erkenntnisse und deren Inhalte ist, dass sie naturwissenschaftlich belegt und stetig weiterentwickelt werden. In manchen dieser Bemerkungen beschreibt er, die weitreichende Chancen für die Anerkennung, die von ihm entwickelten anthroposophischen Erkenntnisgrundlage. In den vergangenen Jahren mussten passende Untersuchungsmethoden entwickelt und standardisiert werden, um anthroposophische Erkenntnisgrundlagen systematisch darzustellen. Diese gewonnenen Untersuchungsmethoden erlauben immateriellen und geistigen Grundlagen der Anthroposophie zu untersuchen.

In diesem Zusammenhang profitiert die universitäre und naturwissenschaftliche medizinische Regelversorgung (Schulmedizin) von einem seit mehr als dreißig Jahren anhaltenden Trend zur Integration von ‚komplementären und alternativen Heilmethoden‘. An dieser Stelle sei betont, dass die Anthroposophische Medizin sich nicht als Alternative zur Schulmedizin sieht. Sie definiert sich als Integration und Erweiterung von komplementären Denk- und Behandlungsmöglichkeiten.

Aufgrund dieser Gedanken führte das Institut für „Angewandte Erkenntnistheorie und medizinische Methodologie e.V. Freiburg“ an der Universität Witten/Herdecke ab 1999 mehrere breitangelegte Untersuchungen der Anthroposophischen Medizin als hausärztliches und ambulant medizinisches Gesamtsystem durch. Diesen Ergebnissen folgten weitere gesamt systemische Studien der Anthroposophischen Medizin bzw. anwendungsbezogene klinische Einzelfallstudien und Evaluation der Eurythmietherapie. Darüber hinaus wurden am Klinikum für Pädiatrie, an der Charité Berlin, mit den Schwerpunkten Onkologie und Hämatologie verschiedene klinische Studien über die Wirksamkeit der Eurythmietherapie durchgeführt und veröffentlicht.

Ein weiteres Standbein der naturwissenschaftlichen Forschung, im Zusammenhang mit der Eurythmietherapie, stellen die Masterthesen der Alanus Hochschule in Alfter dar. Am dort ansässigen Institut für Eurythmietherapie besteht die Möglichkeit die Heileurythmieausbildung mit einer wissenschaftlichen Arbeit abzuschließen. Die schriftlichen Arbeiten bilden den Abschluss der praktischen und theoretischen Ausbildung auf anthroposophisch naturwissenschaftlicher Erfahrungs- und Erkenntnisgrundlage. In der Regel fertigten die Absolvent*innen eine Einzelfallstudie anhand ihrer Erfahrungen aus dem stationären oder ambulanten Praktikum an. Die methodische Grundlage der Einzelfallstudie stellt die „Komplementäre Methodenlehre der klinischen Forschung: Cognition-based medicine“[1] dar und gewährleistet die Standardisierung der Ergebnisse.

Zudem liegt ein reichhaltiges Angebot an anthroposophischen und geisteswissenschaftlichen Veröffentlichungen über die Eurythmietherapie vor. Diese Untersuchungen und Veröffentlichungen richten sich an Expert*innen sowie Patient*innen und basieren teilweise auf einer reinen anthroposophischen Erfahrungsargumentation. Des Weitern werden eurythmietherapeutisch relevante Themen vermehrt auf theorie- und methodenbasierten Grundlagen untersucht. Beispielsweise die archivierten Krankenakten aus der ‚Ita-Wegmann-Klinik‘ oder in der Dissertation über die Möglichkeit einer einheitlichen Dokumentation der Behandlungsverläufe und Ergebnisse.

Die gewonnenen theorie- und methodenbasierten Ergebnisse bieten ein breiteres und tieferes Verständnis der Therapie und leisten Beiträge über die Wirkungsweisen von Heileurythmie.

Unter den nachstehend aufgeführten Internet Adressen finden sich umfangreiche Veröffentlichungen klinischer Studien über Anthroposophische Medizin und Heileurythmie.

Kyra Flöcker, HP,  Eurythmietherapie MA

 


Goetheanum

Institut für Angewandte Erkenntnistheorie und medizinische Methodologie e.V. Freiburg

Merkurstab

Charité

  • https://scholar.google.com/scholar?hl=en&as_sdt=0%2C5&q=Seifert+und+Eurythmietherapie&oq=

 

[1]https://books.google.de/books?hl=en&lr=&id=j8byBQAAQBAJ&oi=fnd&pg=PA76&dq=Einzelfallstudien+nach+Dr.+Helmut+Kiene,+Dr.+Gunver+s.+Kienle&ots=1IrSo1oFPk&sig=4mWUBDTtO5CpxFOCVm5Ivp8DfpQ&redir_esc=y#v=onepage&q&f=false

und

http://www.ifaemm.de/Abstract/PDFs/CBM_Buch.pdf